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Legende der Rockmusik: The Who

Sie standen immer ein wenig im Schatten der Beatles und der Rolling Stones, aber das haben sie nicht verdient. The Who haben ebenso Rockgeschichte geschrieben wie die anderen Bands. Wahrscheinlich waren sie am Anfang deshalb nicht so beliebt, weil es bei Konzerten, aber auch außerhalb der Auftritte, etwas rauer zuging und auch die Musik lauter und gewaltiger war. Sie waren eher am Rand der British Invasion, wie man die neuen Bands nannte, die nach Amerika kamen. Gleichwohl fanden sie ihre Anhänger, sowohl zu Hause in England als auch in Übersee.

Gegründet wurden The Who von Roger Daltrey, Pete Townsend, Keith Moon und John Entwistle. Die letzten beiden leben heute nicht mehr, Daltrey und Townsend touren aber nach wie vor als The Who durch die Welt und sind damit eine der ältesten noch aktiven Rockbands der Welt.

Instrumente nur für einen Auftritt

Ihren ersten Fernsehauftritt werden sie wohl nie vergessen, denn sie zerstörten dabei einen großen Teil ihrer Ausrüstung als Teil der Performance. Das erhöhte zwar ihren Bekanntheitsgrad, sorgte aber für Stirnrunzeln bei vielen Veranstaltern und auch Fernsehsendern. Sie hatten zweitweise Probleme, eingeladen zu werden. Auch später noch gehörte das Zerstören der Instrumente zum Markenzeichen der Band.

Mit den ersten beiden Singles erreichte die Band 1965 bereits die Top 10 der britischen Charts, und Ende des Jahres kam das Album My Generation heraus, heute ein Meilenstein der Rockgeschichte. Mit der von Pete Townsend geschriebenen Rockoper Tommy gelang dann der Band endgültig der Aufstieg in den Rockolymp. Die Formation konnte damit beweisen, dass sie mehr drauf hatte als nur Instrumente zerstören und laute Musik machen. Die Oper wurde später noch verfilmt, unter anderem mit Tina Turner, Elton John und Eric Clapton.

Geldorf führte sie wieder zusammen

Das Album Live at Leeds war wohl das beste Live-Album von The Who und zeigte die Vielseitigkeit der Band im kompositorischer Hinsicht aber auch was die Auftritte angeht. Mit Quadrophenia wurde ein weiteres Meisterwerk abgeliefert dass aber eben wegen seiner Tiefe und Komplexität bei den Fans nicht so gut ankam. Die Stücke waren nur schwer auf die Bühne zu bringen und es fehlte den Konzerten dann das besondere Feeling, weil nur wenig improvisiert werden konnte.

Nach dem Tod von Keith Moon und dem Fast-Tod von Pete Townsend löste sich die Band schließlich 1983 für kurze Zeit auf, kam aber unter anderem für das Konzert von Bob Geldorf wieder zusammen und ist heute wieder fast jährlich auf Tour.